Ikonen für jeden Tag · seit 1865

Zenith

Le Locle und das El Primero: Hochfrequenz als Haltung

Gegründet1865
SitzLe Locle, Schweiz
EigentümerSeit 1999 Teil von LVMH
Preisniveau€€€€ bis ca. 15.000 €
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Georges Favre-Jacot war 22 Jahre alt, als er 1865 in Le Locle eine Werkstatt gründete, die als eine der ersten der Region die verschiedenen Uhrmacherberufe unter einem Dach versammelte, ein für jene Zeit fortschrittliches Konzept. Den Namen Zenith trug zunächst ein Taschenuhrkaliber vom Ende der 1890er-Jahre, dessen Erfolg so groß war, dass das Unternehmen ihn übernahm. Im 20. Jahrhundert sammelte Zenith zahlreiche Preise bei den Chronometriewettbewerben der Sternwarten und festigte so seinen Ruf für Präzision.

Am 10. Januar 1969 stellte Zenith das El Primero vor, eines der ersten automatischen Chronographenwerke, das dank 36.000 Halbschwingungen pro Stunde Zehntelsekunden messen kann. Der Name, spanisch für „der Erste“, unterstrich diesen Anspruch, auch wenn andere Hersteller im selben Jahr eigene Automatikchronographen präsentierten. Kurz darauf geriet die Branche in die Quarzkrise, und die damaligen amerikanischen Eigentümer ließen die mechanische Produktion einstellen. Der Uhrmacher Charles Vermot versteckte Pläne und Werkzeuge auf einem Dachboden, was den Neustart der El-Primero-Fertigung in den 1980er-Jahren ermöglichte.

Seit 1999 gehört Zenith zu LVMH. Die Manufaktur liegt in der Uhrmacherstadt Le Locle, die gemeinsam mit La Chaux-de-Fonds zum UNESCO-Welterbe zählt, und verbindet heute klassische Chronographen mit experimentellen Konstruktionen wie der Defy-Linie. Im Kreis der großen Namen steht Zenith für Werkkompetenz beim Chronographen und für eine Hochfrequenz-Tradition, die das Haus konsequent weiterentwickelt, bis hin zur Messung von Hundertstelsekunden. Mit Neuauflagen von Modellen aus den 1960er- und 1970er-Jahren pflegt die Marke zugleich ihr Archiv, und die Pilot-Linie erinnert an eine Verbindung zur Luftfahrt, die bis zu Louis Blériot zurückreicht.

Gegründet von: Georges Favre-Jacot

Die Ikonen von Zenith

1969

El Primero A386

Eine der ersten Uhren mit dem neuen Automatikchronographen, erkennbar an den drei farbig abgestuften Totalisatoren.

2021

Chronomaster Sport

Mit Keramiklünette und Zehntelsekunden-Skala übersetzt sie das El Primero in eine zeitgemäße Sportuhr.

Linie

Defy

Die Linie steht für technische Experimente, etwa den Defy El Primero 21 mit Hundertstelsekunden-Anzeige.

Linie

Pilot

Die Fliegeruhren mit großen Ziffern und Zwiebelkrone erinnern an die frühe Verbindung des Hauses zur Luftfahrt.

Manufaktur und Technik

Das El Primero schwingt mit 5 Hertz und erlaubt damit die Messung von Zehntelsekunden; seine kompakte Bauweise mit Säulenrad und integriertem Chronographen machte es zu einem gefragten Werk, das auch andere Hersteller nutzten. Mit dem Defy El Primero 21 trieb Zenith das Prinzip weiter: Ein zweites Hemmungssystem mit 50 Hertz misst Hundertstelsekunden. Das 2017 vorgestellte Defy Lab ersetzte die klassische Unruh samt Spirale durch einen monolithischen Oszillator aus Silizium. Die Manufaktur in Le Locle fertigt einen großen Teil der Bauteile selbst.

Bekannt ist Zenith unter anderem für Chronograph. Probieren Sie diese Komplikation an unserer Komplikationen-Uhr aus.

Für wen Zenith passt

Für Chronographen-Liebhaber, die Werkgeschichte schätzen und sich für die Verbindung aus klassischer Hochfrequenz und experimenteller Technik interessieren.

Häufige Fragen zu Zenith

Was ist das El Primero von Zenith?

Das El Primero ist ein automatisches Chronographenwerk, das Zenith am 10. Januar 1969 vorstellte. Mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde erlaubt es die Messung von Zehntelsekunden und wird bis heute in weiterentwickelter Form gebaut.

Wer war Charles Vermot?

Charles Vermot war Uhrmacher bei Zenith. Als die damaligen Eigentümer in den 1970er-Jahren die mechanische Fertigung aufgeben wollten, versteckte er Pläne und Werkzeuge des El Primero und ermöglichte so später dessen Wiederaufnahme.