Hans Wilsdorf ließ den Namen „The Tudor“ 1926 über ein Genfer Uhrenhaus eintragen und übernahm die Rechte 1936 selbst. Seine Idee war eine Uhr, die die Zuverlässigkeit der Rolex bieten sollte, aber zu einem zugänglicheren Preis, ausgestattet mit zugekauften Werken in Oyster-Gehäusen. 1946 gründete er die Gesellschaft Montres Tudor SA und gab der Marke damit eine eigene Struktur, ohne die enge technische Verwandtschaft zur Schwestermarke aufzugeben. Auf den Zifferblättern früher Modelle prangte die Tudor-Rose, ab den späten 1960er-Jahren ein Wappenschild, der bis heute das Logo bildet.
Ab den 1950er-Jahren entstanden robuste Taucher- und Sportuhren, darunter die Oyster Prince Submariner, die von Marinen mehrerer Länder eingesetzt wurde, unter anderem von der französischen Marine Nationale. 1969 führte die Marke die Snowflake-Zeiger mit quadratischer Spitze ein, die sich unter Wasser besonders gut ablesen ließen. Mit der Heritage-Linie, aus der 2012 die Black Bay hervorging, begann ein neues Kapitel: Tudor entwickelte eine eigene Identität, die sich aus der Geschichte der Marke speist, statt sich an Rolex anzulehnen.
Seit 2015 setzt Tudor eigene Manufakturkaliber ein, gefertigt von der Werkgesellschaft Kenissi in Le Locle, die auch andere Marken beliefert. Im Feld der Luxusuhren hat Tudor damit eine klare Rolle gefunden: Uhren mit solider Konstruktion, belegbarer historischer Glaubwürdigkeit und einem Design, das Vintage-Codes wie die Snowflake-Zeiger neu interpretiert. Die Nähe zu Rolex zeigt sich vor allem in der Qualitätskultur, weniger in der Formensprache. Bekannt ist die Marke zudem für Partnerschaften im Segel- und Radsport.
Gegründet von: Hans Wilsdorf
Die Ikonen von Tudor
Oyster Prince Submariner
Die erste Tudor-Taucheruhr legte den Grundstein für die enge Verbindung der Marke mit militärischen Tauchern.
Black Bay
Aus historischen Modellen entwickelt und mit Snowflake-Zeigern ausgestattet, wurde sie zur Kernlinie der Marke.
Pelagos
Die Taucheruhr aus Titan mit Heliumventil und selbstregulierender Faltschließe ist das technische Werkzeug der Kollektion.
Black Bay 58
Mit 39 Millimetern Durchmesser greift sie die schlanken Proportionen der Taucheruhren von 1958 auf.
Manufaktur und Technik
Die Manufakturkaliber der MT-Familie besitzen eine Siliziumspirale, eine Unruh mit variabler Trägheit und eine durchgehende Brücke, die sie beidseitig lagert; viele sind als Chronometer zertifiziert und bieten rund 70 Stunden Gangreserve. Seit Anfang der 2020er-Jahre tragen zahlreiche Modelle zusätzlich die Master-Chronometer-Zertifizierung von METAS, die auch die Resistenz gegen Magnetfelder prüft. Bei den Werkstoffen zeigt Tudor Experimentierfreude, mit Gehäusen aus Titan, Bronze, Keramik und Sterlingsilber, dazu die T-fit-Schließe zur werkzeuglosen Feinverstellung des Bandes.
Bekannt ist Tudor unter anderem für GMT. Probieren Sie diese Komplikation an unserer Komplikationen-Uhr aus.
Für wen Tudor passt
Für Käufer, die eine robuste, ehrliche Sportuhr mit belegbarer Geschichte suchen und Wert auf solide Technik legen, ohne den Auftritt einer Prestigemarke.
Häufige Fragen zu Tudor
Ist Tudor eine Rolex?
Tudor ist die Schwestermarke von Rolex und wurde ebenfalls von Hans Wilsdorf gegründet; beide gehören zur Hans Wilsdorf Stiftung. Tudor entwickelt jedoch eigene Modelle und eigene Werke und tritt als eigenständige Marke auf.
Hat Tudor eigene Uhrwerke?
Ja. Seit 2015 setzt Tudor eigene Manufakturkaliber ein, die von der Werkgesellschaft Kenissi in Le Locle gefertigt werden. Einige Modelle nutzen weiterhin Werke anderer Hersteller, etwa Chronographen auf Basis eines Breitling-Kalibers.
