Léon Breitling eröffnete 1884 in Saint-Imier im Berner Jura eine Werkstatt, die sich auf Chronographen und Zeitmesser für Sport, Wissenschaft und Industrie spezialisierte. 1892 zog das Unternehmen nach La Chaux-de-Fonds, wo es eine Fabrik an der Rue Montbrillant bezog; der Straßenname taucht bis heute in Modellbezeichnungen auf. Von Beginn an galt Breitlings Interesse dem Messen kurzer Zeiten, nicht der Uhr als Schmuckstück.
1915 entwickelte sein Sohn Gaston einen der ersten Armbandchronographen mit separatem Drücker, 1934 führte Enkel Willy Breitling den zweiten Drücker für die Nullstellung ein und schuf damit die bis heute übliche Bauform. Ab den 1930er-Jahren entwickelte Breitling auch Bordinstrumente für Flugzeugcockpits. 1952 erschien die Navitimer, deren Rechenschieber auf der Lünette Piloten Navigationsberechnungen erlaubte; sie entstand in Verbindung mit der Pilotenvereinigung AOPA, deren Emblem lange auf dem Zifferblatt stand. 1962 trug der Astronaut Scott Carpenter eine Breitling mit 24-Stunden-Zifferblatt bei seiner Erdumrundung im All.
In der Quarzkrise übernahm 1979 der Unternehmer und Pilot Ernest Schneider die Marke und baute sie in Grenchen neu auf. 1984 brachte er die Chronomat als mechanischen Chronographen zurück, mitten in einer Zeit, in der viele Marken auf Quarz setzten; das Modell entstand mit der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori. Seit 2017 ist Breitling mehrheitlich im Besitz von Finanzinvestoren, die Kollektion wurde seither neu geordnet. Im Kreis der großen Marken verkörpert Breitling den instrumentellen Ansatz: robuste Gehäuse, gut ablesbare Zifferblätter und Chronographen, die als Werkzeuge gedacht sind, für Luftfahrt, Wasser und Motorsport.
Gegründet von: Léon Breitling
Die Ikonen von Breitling
Navitimer
Der Fliegerchronograph mit Rechenschieber auf der Lünette ist das Herzstück der Marke.
Chronomat
Ursprünglich ein Chronograph mit Rechenschieber, ist die Chronomat heute die sportliche Allround-Linie mit Rouleaux-Band.
Superocean
Die Taucheruhrlinie zeigt die maritime Seite einer Marke, die sonst vor allem mit der Luftfahrt verbunden wird.
Top Time
Der kompakte, farbige Chronograph der 1960er-Jahre richtete sich an eine jüngere, modebewusste Generation.
Manufaktur und Technik
Mit dem Kaliber B01 hat Breitling einen eigenen Chronographen mit Säulenrad und vertikaler Kupplung entwickelt, der in vielen Modellen arbeitet und auf eine Gangreserve von rund 70 Stunden ausgelegt ist. Historisch war das Haus 1969 am Chrono-Matic beteiligt, einem der ersten automatischen Chronographenwerke, gemeinsam mit Heuer, Hamilton-Büren und Dubois Dépraz. Breitling lässt seine Werke als Chronometer zertifizieren, und mit der Emergency, die einen Notsender für Rettungseinsätze integriert, entstand ein ungewöhnliches Instrument für den Ernstfall.
Bekannt ist Breitling unter anderem für Chronograph. Probieren Sie diese Komplikation an unserer Komplikationen-Uhr aus.
Für wen Breitling passt
Für Käufer, die Chronographen als Instrumente schätzen, ein robustes, gut ablesbares Gehäuse suchen und Luftfahrtgeschichte am Handgelenk tragen möchten.
Häufige Fragen zu Breitling
Wofür dient der Rechenschieber der Breitling Navitimer?
Die logarithmische Skala auf der drehbaren Lünette erlaubt es, Rechnungen wie Geschwindigkeit, Flugzeit, Treibstoffverbrauch oder Umrechnungen von Maßeinheiten direkt an der Uhr auszuführen. Sie wurde für Piloten entwickelt.
Wem gehört Breitling?
Breitling gehört keinem der großen Uhrenkonzerne an. Seit 2017 ist die Marke mehrheitlich im Besitz von Finanzinvestoren, zuvor gehörte sie seit 1979 der Familie Schneider.
