Jules-Louis Audemars und Edward-Auguste Piguet gründeten ihr Atelier 1875 in Le Brassus, einem Dorf im Vallée de Joux, in dem Bauernfamilien seit Generationen in den langen Wintern Uhrwerksteile fertigten. 1881 wurde die Firma offiziell eingetragen. Die beiden teilten die Aufgaben klar auf: Audemars verantwortete die Technik, Piguet den kaufmännischen Teil. Von Beginn an spezialisierte sich das Haus auf komplizierte Werke, auf Repetitionen, Chronographen und astronomische Anzeigen.
Die Wende zur Ikone kam 1972. Auf der Basler Messe zeigte Audemars Piguet die Royal Oak, entworfen von Gérald Genta: eine flache Stahluhr mit achteckiger Lünette, sichtbaren Sechskantschrauben und integriertem Band, positioniert auf dem Niveau von Golduhren. Der Entwurf war damals umstritten und wurde zum Prototyp einer ganzen Gattung. 1993 folgte mit der Royal Oak Offshore eine größere, kräftigere Interpretation, die bei ihrer Vorstellung ebenso polarisierte wie einst das Original. Bis heute prägt die Royal Oak das Bild der Marke so stark, dass man leicht übersieht, wie breit ihr Können darüber hinaus reicht.
Bemerkenswert ist die Eigentümerstruktur: Audemars Piguet befindet sich bis heute im Besitz der Nachfahren der Gründerfamilien und zählt damit zu den wenigen großen Häusern ohne Konzern im Rücken. In der Haute Horlogerie verbindet die Manufaktur ein kühnes, architektonisches Designverständnis mit einer Werktradition, die von der Grande Sonnerie bis zum ultraflachen Tourbillon reicht. Mit dem Musée Atelier in Le Brassus hat sie ihrer Herkunft zudem einen sichtbaren Ort gegeben: Historische Uhren sind dort unter einem Dach mit Ateliers für Grandes Complications und Métiers d’Art zu sehen.
Gegründet von: Jules-Louis Audemars und Edward-Auguste Piguet
Die Ikonen von Audemars Piguet
Royal Oak
Gérald Gentas achteckige Stahluhr mit integriertem Band begründete die Kategorie der luxuriösen Sportuhr.
Royal Oak Offshore
Die größere, kräftigere Interpretation von Emmanuel Gueit brachte Volumen und eine neue Sportlichkeit in die Linie.
Royal Oak Concept
Die Konzeptlinie dient als Labor für ungewöhnliche Werkstoffe und skelettierte, architektonische Werke.
Code 11.59
Die runde Kollektion mit aufwendig konstruiertem Gehäuse und achteckigem Mittelteil zeigt die Marke jenseits der Royal Oak.
Manufaktur und Technik
Im Vallée de Joux deckt Audemars Piguet das gesamte Spektrum klassischer Komplikationen ab, von Minutenrepetitionen und Grandes Sonneries bis zu ewigen Kalendern und Tourbillons. 1986 stellte die Manufaktur mit der Ref. 25643 die erste in Serie gefertigte Armbanduhr mit automatischem Tourbillon vor, zugleich bemerkenswert flach. Für Schlagwerke entwickelte sie mit der Supersonnerie eine Bauweise, die Lautstärke und Klangreinheit deutlich verbessert. Die Finissage folgt der Tradition des Tals: Genfer Streifen, polierte Fasen und von Hand ausgearbeitete Innenwinkel.
Bekannt ist Audemars Piguet unter anderem für Ewiger Kalender und Minutenrepetition. Probieren Sie diese Komplikationen an unserer Komplikationen-Uhr aus.
Für wen Audemars Piguet passt
Für Käufer mit Sinn für markante Architektur am Handgelenk, die eine Sportuhr auf höchstem Fertigungsniveau suchen, und für Sammler großer Komplikationen, die das Vallée de Joux als Herkunft schätzen.
Häufige Fragen zu Audemars Piguet
Wer hat die Royal Oak von Audemars Piguet entworfen?
Die Royal Oak wurde von Gérald Genta entworfen und 1972 vorgestellt. Ihre achteckige Lünette mit acht sichtbaren Schrauben und das integrierte Stahlband prägen die Linie bis heute.
Gehört Audemars Piguet zu einem Konzern?
Nein. Audemars Piguet ist bis heute im Besitz der Nachfahren der Gründerfamilien Audemars und Piguet und zählt damit zu den großen unabhängigen Manufakturen der Schweiz.
