Haute Horlogerie · seit 1833

Jaeger-LeCoultre

Erfinderwerkstatt im Vallée de Joux, berühmt für die wendbare Reverso

Gegründet1833
SitzLe Sentier, Schweiz
EigentümerSeit 2000 Teil der Richemont-Gruppe
Preisniveau€€€€ bis ca. 15.000 €
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Antoine LeCoultre gründete 1833 in Le Sentier eine kleine Werkstatt und machte sich zunächst mit präzisen Werkzeugen einen Namen. 1844 entwickelte er das Millionometer, das Messungen im Bereich des Tausendstelmillimeters erlaubte, und 1847 ein System, mit dem sich eine Uhr ohne Schlüssel über die Krone aufziehen und stellen ließ. Im Lauf des 19. Jahrhunderts wuchs der Betrieb zu einer Manufaktur, die die verschiedenen Uhrmacherberufe unter einem Dach vereinte, im Vallée de Joux damals eine Ausnahme. Bis dahin war die Uhrmacherei im Tal auf viele kleine Werkstätten verteilt, die jeweils nur einzelne Teile oder Arbeitsschritte übernahmen.

Der Doppelname entstand aus der Zusammenarbeit mit dem Pariser Uhrmacher Edmond Jaeger, der ab 1903 ultraflache Werke bei LeCoultre fertigen ließ; 1937 wurde Jaeger-LeCoultre zur gemeinsamen Marke. Über Jahrzehnte lieferte die Manufaktur Werke und Rohwerke auch an andere renommierte Häuser, weshalb sie in der Branche als „Uhrmacher der Uhrmacher“ bezeichnet wird. Im Vallée de Joux nennt man sie schlicht die „Grande Maison“. Seit 2000 gehört sie zur Richemont-Gruppe.

In der Haute Horlogerie steht Jaeger-LeCoultre für eine ungewöhnliche Spannweite: vom winzigen Kaliber 101 über das Gyrotourbillon bis zur Tischuhr Atmos, die ihre Energie aus kleinsten Temperaturschwankungen bezieht und über Jahrzehnte als offizielles Geschenk der Schweizer Regierung an Staatsgäste diente. Die Reverso mit ihrem wendbaren Gehäuse ist der bekannteste Ausdruck eines Hauses, das technische Neugier in Form und Gebrauch übersetzt. Wer eine Manufaktur sucht, in der Erfindung, Klassik und Formuhr gleichermaßen zu Hause sind, findet hier ein seltenes Gleichgewicht.

Gegründet von: Antoine LeCoultre; ab 1903 Zusammenarbeit mit Edmond Jaeger

Die Ikonen von Jaeger-LeCoultre

1931

Reverso

Das wendbare Gehäuse schützte das Glas ursprünglich beim Polospiel und bietet bis heute eine zweite, gestaltbare Seite.

Linie

Atmos

Die Tischuhr gewinnt ihre Energie aus Temperaturschwankungen der Raumluft und läuft so über lange Zeit ohne Eingriff.

1950

Memovox

Der mechanische Wecker am Handgelenk wurde zu einer Spezialität des Hauses, später auch als Taucheruhr Polaris.

1992

Master Control

Mit dieser Linie führte die Marke Anfang der 1990er-Jahre einen eigenen 1000-Stunden-Test für fertige Uhren ein.

Manufaktur und Technik

Kaum ein Haus hat so viele eigene Kaliber entwickelt wie Jaeger-LeCoultre, darunter das 1929 vorgestellte Kaliber 101, eines der kleinsten mechanischen Uhrwerke überhaupt. In Le Sentier werden Werkteile, Gehäuse und Zifferblätter weitgehend selbst gefertigt, ergänzt durch Werkstätten für Emaille, Gravur und Edelsteinfassung. Das 2004 vorgestellte Gyrotourbillon mit seinem in zwei Achsen rotierenden Käfig zeigt die Ambition im Bereich der großen Komplikationen, die Duomètre-Linie mit zwei getrennten Energiekreisläufen für Zeitanzeige und Komplikation die Freude an eigenständigen Konstruktionen.

Bekannt ist Jaeger-LeCoultre unter anderem für Mondphase, Gangreserve, Tourbillon und Minutenrepetition. Probieren Sie diese Komplikationen an unserer Komplikationen-Uhr aus.

Für wen Jaeger-LeCoultre passt

Für Uhrenliebhaber, die technische Substanz ohne Lautstärke suchen, und für Käufer, die eine vielseitige Manufaktur mit Formuhr, Dresswatch und Komplikation unter einem Dach schätzen.

Häufige Fragen zu Jaeger-LeCoultre

Warum lässt sich das Gehäuse der Reverso wenden?

Die Reverso wurde 1931 für Polospieler entwickelt, die ihr Uhrglas während des Spiels schützen wollten. Das Gehäuse lässt sich im Rahmen umdrehen, sodass die metallene Rückseite nach oben zeigt.

Was ist eine Atmos-Uhr von Jaeger-LeCoultre?

Die Atmos ist eine Tischuhr, deren Antrieb aus Temperaturschwankungen gespeist wird: Ein gasgefüllter Balg dehnt sich aus und zieht sich zusammen und spannt dabei die Zugfeder. Schon kleine Temperaturänderungen liefern genug Energie, um sie in Gang zu halten.