Unabhängige Meister · seit 2001

Richard Mille

Rennsport-Denken am Handgelenk: leicht, belastbar, technisch offen

Gegründet2001
SitzLes Breuleux, Schweiz
EigentümerMehrheitlich im Besitz der Gründer
Preisniveau€€€€ über 50.000 €
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Richard Mille, ein Franzose mit langer Erfahrung in der Uhren- und Schmuckbranche, entwickelte Ende der 1990er-Jahre gemeinsam mit Dominique Guenat die Idee einer Uhr, die wie ein Rennwagen gedacht ist: jedes Bauteil auf Funktion, Gewicht und Belastbarkeit hin konstruiert, ohne Rücksicht auf Konventionen. 2001 erschien mit dem RM 001 Tourbillon das erste Modell. Es zeigte offen, wohin die Marke wollte: ein Tourbillon nicht als Schmuckstück, sondern als technische Lösung in einem leichten, stoßfesten Gehäuse. Gefertigt wird in Les Breuleux in den Freibergen, wo der Familienbetrieb der Guenats seit Langem verwurzelt ist.

Die Marke hat Werkstoffe in die Uhrmacherei geholt, die zuvor aus Luft- und Raumfahrt oder Motorsport bekannt waren: Titan in Sonderlegierungen, Carbon TPT aus vielen dünnen Faserlagen, Quarz TPT und Saphir für ganze Gehäuse. Die skelettierten Werke sind so gebaut, dass Platinen und Brücken tragende Elemente der Konstruktion bilden. Zu den Partnern zählen Athleten wie Rafael Nadal, der seine Uhr auch im Wettkampf trägt, was die Belastbarkeit eindrücklich demonstriert. Neben dem Tennis ist die Marke im Motorsport, im Golf und in der Leichtathletik präsent.

Im Kreis der Unabhängigen nimmt Richard Mille eine Sonderrolle ein: Die Marke ist jung, verfolgt aber eine klar umrissene technische Philosophie und arbeitet bei komplexen Kalibern mit Spezialisten wie Audemars Piguet Renaud & Papi zusammen. Die Uhren sind technisch, plakativ und unverwechselbar, und sie haben das Bild dessen erweitert, was eine Luxusuhr sein kann. Ihre Formensprache wurde zum Vorbild für viele, ihr Werkstoffansatz zu einer eigenen Disziplin.

Gegründet von: Richard Mille und Dominique Guenat

Die Ikonen von Richard Mille

2001

RM 001

Das erste Modell, ein Tourbillon im Tonneau-Gehäuse, formulierte bereits die Grundideen der Marke.

Linie

RM 011

Der Flyback-Chronograph mit Jahreskalender entstand mit dem Rennfahrer Felipe Massa und wurde zu einem Erkennungszeichen.

Linie

RM 027

Für Rafael Nadal entwickelt, ein Tourbillon von nur rund 20 Gramm, das im Tennismatch getragen wird.

Manufaktur und Technik

Die Werke werden wie Fahrwerke konstruiert: Grundplatinen aus Titan oder Carbon, Brücken mit Rippenstruktur, häufig ein schnelldrehendes Federhaus und ein Funktionswähler, der wie ein Getriebe zwischen Aufziehen, Neutral und Zeigerstellen schaltet. Gehäuse aus Carbon TPT oder Saphir verlangen eigene, aufwendige Bearbeitungsverfahren, die die Marke mit Partnern entwickelt hat. Viele Modelle sind auf hohe Stoßfestigkeit ausgelegt und werden Belastungen ausgesetzt, die über übliche Prüfnormen hinausgehen. Die Finissage folgt dabei einer technischen Ästhetik mit Mikrostrahlung, Satinierung und präzisen Fasen.

Bekannt ist Richard Mille unter anderem für Tourbillon. Probieren Sie diese Komplikation an unserer Komplikationen-Uhr aus.

Für wen Richard Mille passt

Für Käufer, die Technik sichtbar tragen möchten und eine leichte, sportliche Uhr mit ausgeprägter Formensprache suchen; Liebhaber klassischer Dresswatches werden hier eher nicht fündig.

Häufige Fragen zu Richard Mille

Warum sind Richard Mille Uhren so leicht?

Die Marke verwendet Werkstoffe wie Titan, Carbon TPT und Quarz TPT und skelettiert ihre Werke konsequent. Einige Modelle, etwa das für Rafael Nadal entwickelte RM 027, wiegen samt Band nur rund 20 Gramm.

Wo werden Richard Mille Uhren hergestellt?

Die Uhren entstehen in Les Breuleux im Schweizer Jura. Für besonders komplexe Werke arbeitet die Marke mit spezialisierten Partnern wie Audemars Piguet Renaud & Papi zusammen.