Haute Horlogerie · seit 1874

Piaget

Ultraflache Werke und Juwelenkunst aus La Côte-aux-Fées und Genf

Gegründet1874
SitzGenf, Schweiz
EigentümerSeit 1988 Teil der heutigen Richemont-Gruppe
Preisniveau€€€€ ca. 15.000 bis 50.000 €
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Georges-Édouard Piaget richtete 1874 in La Côte-aux-Fées, einem Bauerndorf im Neuenburger Jura, eine Werkstatt für präzise Uhrwerke ein. Jahrzehntelang lieferte die Familie ihre Werke an andere Häuser, bevor sie unter eigenem Namen auftrat; in den 1940er-Jahren wurde die Marke Piaget eingetragen. Die Enkel Gérald und Valentin Piaget führten das Haus in die Nachkriegszeit und gaben ihm die Richtung, die bis heute gilt: Mechanik von höchster Feinheit, verbunden mit dem Anspruch eines Juweliers.

1957 stellte Piaget das Handaufzugskaliber 9P mit nur 2 Millimetern Höhe vor, 1960 folgte das Automatikwerk 12P mit 2,3 Millimetern und Mikrorotor. Diese Flachheit eröffnete gestalterische Freiheit: Wo das Werk kaum Raum beansprucht, bleibt Platz für Zifferblätter aus Lapislazuli, Malachit oder Türkis und für Gehäuse und Bänder, die wie Schmuck gearbeitet sind. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde Piaget so zu einer Adresse, an der sich Uhrmacherei und Schmuck gleichrangig begegnen.

Seit 1988 gehört Piaget zur heutigen Richemont-Gruppe. Die Uhrwerke entstehen weiterhin in La Côte-aux-Fées, Gehäuse, Schmuck und Montage in Plan-les-Ouates bei Genf. In der Haute Horlogerie hält das Haus einen eigenen Platz: Es hat die Kunst des Flachbaus über Jahrzehnte immer weiter getrieben, bis hin zu einer kompletten Uhr von nur 2 Millimetern Höhe, und verbindet diese technische Disziplin mit der Großzügigkeit und dem Farbsinn eines Juweliers. Die Polo von 1979 mit integriertem Goldband fing zudem den Lebensstil jener Jahre ein und wurde 2024 zum 150-jährigen Bestehen des Hauses neu interpretiert.

Gegründet von: Georges-Édouard Piaget

Die Ikonen von Piaget

Linie

Altiplano

Die ultraflache Linie führt das Erbe der Kaliber 9P und 12P fort und gilt als Maßstab für zurückhaltende Dresswatches.

1979

Polo

Mit integriertem Goldband und horizontalen Gliedern verband sie Sportlichkeit und Schmuck; heute gibt es sie auch in Stahl.

2018

Altiplano Ultimate Concept

Als Konzept vorgestellt, misst die komplette Handaufzugsuhr nur 2 Millimeter in der Höhe.

Linie

Limelight Gala

Die Damenuhr mit asymmetrisch geschwungenen Bandanstößen und Diamantbesatz steht für die Schmuckseite des Hauses.

Manufaktur und Technik

Flachbau verlangt eine eigene Konstruktionslogik: Bauteile werden möglichst in einer Ebene angeordnet, Federhaus und Räderwerk teilen sich wenige Zehntelmillimeter, beim Altiplano Ultimate Concept dient das Gehäuse selbst als Werkplatte. Piaget beherrscht diese Integration wie wenige andere und überträgt sie auch auf Tourbillons und Automatikwerke mit Mikrorotor. Daneben pflegt das Haus Zifferblätter aus Schmucksteinen, Goldschmiedetechniken wie das gravierte „Décor Palace“ und anspruchsvolle Edelsteinfassung in eigenen Werkstätten bei Genf. Die ultraflachen Werke selbst entstehen nach wie vor in La Côte-aux-Fées.

Für wen Piaget passt

Für Träger, die Eleganz im flachen Profil suchen, und für Liebhaber von Uhren, bei denen Schmuckkunst und Uhrmacherei gleichberechtigt sind.

Häufige Fragen zu Piaget

Wie flach ist die flachste Uhr von Piaget?

Der Altiplano Ultimate Concept misst als komplette Uhr nur 2 Millimeter. Möglich wurde das, weil Gehäuse und Werk zu einer Einheit verschmolzen sind und das Gehäuse zugleich als Werkplatte dient.

Stellt Piaget eigene Uhrwerke her?

Ja. Piaget entwickelt und fertigt seine Werke in La Côte-aux-Fées, wo die Familie 1874 begann. Die Manufaktur ist besonders für ultraflache Handaufzugs- und Automatikkaliber bekannt.