Die Geschichte von Glashütte Original ist mit der des Ortes verwoben, dessen Uhrmacher im 19. und frühen 20. Jahrhundert Taschenuhren, Marinechronometer und Präzisionspendeluhren von internationalem Ruf fertigten. Nach der Enteignung der Glashütter Uhrenfirmen in der Nachkriegszeit wurden diese 1951 zum VEB Glashütter Uhrenbetriebe, kurz GUB, zusammengefasst, der in der DDR Armbanduhren in großer Zahl fertigte, darunter die automatische Spezimatic. Nach der Wiedervereinigung wurde der Betrieb privatisiert und 1994 unter dem Namen Glashütte Original neu aufgestellt, mit dem Anspruch, an die feine Uhrmacherei der Vorkriegszeit anzuknüpfen.
Im Jahr 2000 übernahm die Swatch Group das Unternehmen, was Investitionen in Entwicklung, Fertigung und Vertrieb ermöglichte. Seither hat Glashütte Original seine Fertigungstiefe stetig ausgebaut: Werke, Bauteile und Montage sind in Glashütte angesiedelt, die Zifferblätter entstehen in einer eigenen Manufaktur in Pforzheim. Die Marke beruft sich auf die gesamte Uhrmachertradition des Ortes seit 1845 und übersetzt sie in eine breite, eigenständige Kollektion. In der hauseigenen Alfred-Helwig-Uhrmacherschule bildet sie ihren Nachwuchs selbst aus.
Im Gefüge der deutschen Feinuhrmacherei besetzt Glashütte Original eine eigene Position: technisch ambitioniert, mit Tourbillons, Chronographen und ewigen Kalendern, und zugleich breiter aufgestellt als die kleineren Häuser des Ortes. Erkennungszeichen sind das Panoramadatum, die dezentral gestalteten Zifferblätter der Pano-Linie und Retro-Modelle, die das Design der 1960er- und 1970er-Jahre aufgreifen. Damit bietet die Manufaktur einen besonders vielseitigen Zugang zur sächsischen Uhrmacherei. Ein weiterer Bezugspunkt ist das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte im Gebäude der früheren Deutschen Uhrmacherschule, das von einer auf Initiative der Manufaktur gegründeten Stiftung getragen wird.
Gegründet von: Hervorgegangen aus den Glashütter Uhrenbetrieben (GUB); Uhrmachertradition des Ortes seit 1845
Die Ikonen von Glashütte Original
PanoMaticLunar
Dezentral angeordnete Zeiger, Panoramadatum und Mondphase bilden eine der typischen Glashütter Asymmetrien.
Senator
Die klassische Linie umfasst Dresswatches, Chronometer und ewige Kalender im zurückhaltenden Stil.
SeaQ
Die Taucheruhr knüpft an die Spezimatic Typ RP TS 200 von 1969 an und bringt Robustheit in die Kollektion.
Sixties
Gewölbte Zifferblätter in kräftigen Farben erinnern an das Design der 1960er-Jahre.
Manufaktur und Technik
Glashütte Original fertigt einen Großteil seiner Werke und Bauteile selbst und folgt dabei sächsischen Konstruktionsprinzipien: Dreiviertelplatine, Glashütter Streifenschliff, Schwanenhals-Feinregulierung und verschraubte Goldchatons in den höheren Kalibern. Das Panoramadatum zeigt das Datum über zwei auf einer Ebene liegende Scheiben in großen Ziffern. Bei den Komplikationen knüpft die Manufaktur an das fliegende Tourbillon an, das Alfred Helwig 1920 an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte entwickelte. Die eigene Zifferblattfertigung erlaubt Galvanik, Lackierung und Prägungen im Haus.
Bekannt ist Glashütte Original unter anderem für Datum. Probieren Sie diese Komplikation an unserer Komplikationen-Uhr aus.
Für wen Glashütte Original passt
Für Käufer, die deutsche Uhrmacherei in großer Bandbreite suchen, vom Chronographen über die Taucheruhr bis zum ewigen Kalender, und die das asymmetrische Glashütter Zifferblatt schätzen.
Häufige Fragen zu Glashütte Original
Was ist der Unterschied zwischen Glashütte Original und A. Lange & Söhne?
Beide Manufakturen sitzen in Glashütte, gehören aber verschiedenen Konzernen an: Glashütte Original zur Swatch Group, A. Lange & Söhne zu Richemont. Glashütte Original geht auf die Glashütter Uhrenbetriebe der DDR zurück, Lange auf die 1990 neu gegründete Familienmarke.
Was ist das Panoramadatum?
Das Panoramadatum ist eine Großdatumsanzeige von Glashütte Original. Zwei Scheiben für Einer und Zehner liegen auf einer Ebene und zeigen das Datum in großen, nah beieinanderstehenden Ziffern.
