Design und Joaillerie · seit 1860

Chopard

Familienhaus zwischen Happy Diamonds und Fleurier-Manufaktur

Gegründet1860
SitzGenf, Schweiz
EigentümerSeit 1963 im Besitz der Familie Scheufele
Preisniveau€€€€ bis ca. 15.000 €
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Louis-Ulysse Chopard gründete 1860 in Sonvilier im Berner Jura eine Werkstatt für präzise Taschenuhren und Chronometer, die sich rasch einen guten Ruf erwarb. Das Tal von Saint-Imier zählte damals zu den Zentren der Uhrmacherei im Jura. 1937 zog das Unternehmen unter der Leitung seines Sohnes nach Genf, näher an Kundschaft und Handel. In den Nachkriegsjahrzehnten blieb Chopard ein kleines, solides Familienunternehmen, bis sich in der dritten Generation kein Nachfolger aus den eigenen Reihen fand.

1963 übernahm Karl Scheufele, Spross einer Pforzheimer Goldschmiede- und Uhrenfamilie, die dort die Marke Eszeha geführt hatte, das Haus. Unter ihm und später seinen Kindern Caroline und Karl-Friedrich wuchs Chopard zu einem Unternehmen, das Schmuck und Uhren gleichrangig behandelt und Pforzheimer Goldschmiedekunst mit Schweizer Uhrmacherei verbindet. 1976 entstand nach einem Entwurf von Ronald Kurowski die Happy Diamonds mit frei zwischen zwei Saphirgläsern beweglichen Diamanten, 1996 gründete Karl-Friedrich Scheufele in Fleurier eine eigene Manufaktur für die Kollektion L.U.C.

Chopard ist bis heute unabhängig und familiengeführt, mit Hauptsitz in Meyrin bei Genf. In der Welt der Luxusuhren nimmt das Haus eine doppelte Rolle ein: als Juwelier mit eigener Goldgießerei und als Manufaktur, deren L.U.C-Werke vielfach das Prüfzeichen Qualité Fleurier oder das Genfer Siegel tragen. Dazu kommt ein frühes, konsequentes Engagement für verantwortungsvoll gewonnenes Gold, das in der Branche Maßstäbe gesetzt hat. Die sportliche Seite zeigt die Alpine Eagle, die an die St. Moritz anknüpft, einen Entwurf, den Karl-Friedrich Scheufele um 1980 als junger Mann vorgelegt hatte.

Gegründet von: Louis-Ulysse Chopard

Die Ikonen von Chopard

1976

Happy Diamonds

Frei bewegliche Diamanten zwischen zwei Saphirgläsern machten die Uhr zu einem verspielten Klassiker.

Linie

L.U.C

Die Manufakturlinie aus Fleurier vereint klassische Dresswatches, Chronometer und große Komplikationen.

1988

Mille Miglia

Der Chronograph begleitet die Partnerschaft mit dem italienischen Oldtimerrennen, die im selben Jahr begann.

2019

Alpine Eagle

Die Sportuhr mit integriertem Band, inspiriert von der St. Moritz aus dem Jahr 1980, nutzt den hauseigenen Lucent Steel.

Manufaktur und Technik

In Fleurier entstehen die L.U.C-Kaliber, darunter Automatikwerke mit Mikrorotor aus Gold, Tourbillons, ewige Kalender und Repetitionen. Viele tragen das Prüfzeichen Qualité Fleurier, das neben der Finissage auch Tests der fertigen Uhr verlangt, einige zusätzlich das Genfer Siegel. Mit Lucent Steel hat Chopard eine eigene, besonders harte und hell glänzende Stahllegierung entwickelt, die zu einem großen Teil aus recyceltem Material besteht. Seit Juli 2018 verwendet das Haus für Uhren und Schmuck nach eigener Definition ausschließlich ethisch gewonnenes Gold.

Für wen Chopard passt

Für Käufer, die Uhrmacherei und Schmuck gleichermaßen schätzen, und für Kenner, die in der L.U.C eine familiengeführte Alternative zu den großen Genfer Häusern suchen.

Häufige Fragen zu Chopard

Was ist die Chopard Happy Diamonds?

Die Happy Diamonds ist eine 1976 eingeführte Uhr, bei der lose Diamanten zwischen zwei Saphirgläsern über das Zifferblatt gleiten. Das Prinzip wurde später auf Schmuck übertragen und ist ein Erkennungszeichen der Maison.

Ist Chopard ein Familienunternehmen?

Ja. Chopard gehört seit 1963 der aus Pforzheim stammenden Familie Scheufele und wird von ihr geführt. Das Unternehmen ist keinem Konzern angeschlossen.